William Crump

cathedrale

Einige Gemälde von Monets Serie Cathedrale de Rouen hängen im Musée d’Orsay in Paris. Parallel angeordnet und unter Glas. Der New Yorker Künstler William Crump bleibt vor den Kathedralen stehen. 33 Mal die Kathedrale von Rouen. Monet bleibt ihm im Kopf. Die Kathedrale schwebt vor seiner geistigen Farbpalette. Crump ist beeindruckt.

Es geht nicht um die Kathedrale, sondern um die Malerei.“

Wenn er über die Inspirationsquellen seiner neuen Arbeiten spricht, weist er aber nicht auf Monets Farbwelt hin. Es ist die Veränderung. Der Schritt, den Monet gemacht hat. Vielleicht sagte Malewitsch seiner Zeit mal etwas über Monets neue Arbeitsweise, das Crumps Einsicht ähnelt: „[Das ist] Malerei im eigentlichen Sinne, Bewegung und unendliches Wachsen farbiger Flecken, das hat noch niemand gesehen. Monet hatte, als er die Kathedrale malte, die Wiedergabe von Licht und Schatten an den Mauern der Kathedrale im Sinn, doch in Wirklichkeit konzentrierte er sich ganz auf die Erschließung einer Malerei, wie sie an den Mauern einer Kathedrale wächst. Sein zentrales Ziel war nicht Licht und Schatten […] Es geht nicht um die Kathedrale, sondern um die Malerei.“ (Karin Sagner: Claude Monet. DuMont Literatur und Kunst Verlag, Köln 2005. Seite 104.)

Wie auch immer. Seit Crumps Kathedralen-Erlebnis in Paris krumpelt er gerne faltige, schlangenartige Seilformationen. Wenn das mal keine Rückbesinnung auf den Ursprung ist. William Crump krumpelt.

Nachtrag zur Existenzfrage
Ich bin begeistert; das Wort existiert!
William Crump existiert!

Sogar Duden spricht von: krumpeln, seltener krümpeln.
Worttrennung: krum|peln, krüm|peln
Beispiel: ich krump[e]le
Bedeutung: knittern
Synonyme zu krumpeln: knautschen, knittern, knüllen

 

ein Video-Interview von Gorky’s Granddaughter
williamcrump.com

 

William Crump, Canyon

William Crump, Canyon

 

 

all images © William Crump

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