Gunta Stölzl. Meisterin am Bauhaus.

Gunta Stölzl

Gunta Stölzl war der erste weibliche Meister am Bauhaus. Ab diesem Zeitpunkt konnte man dann auch Meisterin sagen. Allerdings nur zu Gunta Stölzl. Sie blieb die einzige berockte Gestalt ohne Hut auf den Gruppenfotos der Bauhausmeister.

Gunta studiert an der Kunstgewerbeschule München Dekorative Malerei, Stillehre, Kunstgeschichte, Glasmalerei und Keramik. Nach zwei Jahren, im Jahre 1916, meldet sie sich als Rotkreuzschwester im ersten Weltkrieg. Drei Jahre später fängt Gunta in Weimar an, am Staatlichen Bauhaus zu studieren. Sie wird Werkmeistern der Weberei des Bauhaus Dessau. Die einzige Werkstätte, in der man sich eine Frau in leitender Position vorstellen konnte. Für Marcel Breuers Möbel entwirft sie zahlreiche Textilbespannungen. In den folgenden Jahren werden massenhaft Teppiche und Webereien aus ihren Skizzen gefertigt. Unter Gunta wird die Textilabteilung zum einzigen Bauhausteil, den man wirtschaftlich profitabel nennen kann.

Bauhaus ist zeitlos.
Geworden. Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand mal damit angefangen haben muss.
Wenn ich mir jetzt Kissenbezüge, Muster, Logos, Layouts, Kunstwerke und Stühle anschaue, werde ich in Zukunft an Gunta denken.

 

guntastolzl.org
Artikel: „Dessau bleibt eine hässliche Stadt“

 

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Gunta Stölzl

 

 

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