Mobile-Liebe. Luftig und leicht geht auch ohne Sie, liebster Herr Calder.

Allerdings wirklich auch nur kurz. Denn wer aus der aktuellen Ausstellung der Fondation Beyeler in Riehen nach draußen tritt, der muss sich glücklich schätzen, wenn er nicht gar so beflügelt und bezirzt ist, dass er jetzt und sofort und gleich auch ein Mobile für zuhause braucht. So baumelig, luftig und leicht von der Decke runter. Während man also auf einen Calder spart, hätte ich hier ein paar Vorschläge zum Überbrücken der Zeit:

Da wäre einmal die Aura Chimes Serie vom Ladies and Gentlemen Studio. Teilweise sind die Teile aus Metall, Holz und Leder mit handgemachten Keramikstückchen des Künstlers Nicholas Nyard kombiniert. Jedes Stück ist ein Unikat.

 

Corinne van Havre ist Künstlerin in Antwerpen und zuständig für das Mobile Céleste. Studiert hat sie Kunst und Design, außerdem hat sie eine Ausbildung zur Goldschmiedin gemacht und bei Sotheby’s gearbeitet. Das alles fließt in ihre Arbeit mit ein – noble and delicate!

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Um Gleichgewicht geht es bei dieser gleichzeitig auch funktional sehr tüchtigen, kinetischen Skulptur von Anna Karlin. Das Arc Light ist mit einer Glühbirne ausgestattet und wirkt trotzdem so ausgewogen und leicht.

 

Point-Counterpoint heißt eine weitere Serie aus dem Brooklynschen Hause Ladies and Gentlemen. Fast tänzerisch schweben hier die geometrischen, metallischen Formen nebeneinander. Und diese Farben! Kupfer mit Tiefschwarz , Petrol trifft auf Rosa. Inspiration genug vielleicht einfach mal selbst – und wenn es nur die Schere ist – in die Hand zu nehmen?

 

Zu guter letzt macht Bec Brittain mit ihrer Helix-Mobile-Lampe die Runde komplett. Ebenfalls in Brooklyn (was wollen die denn da alle?) macht Bec große Lampen aus LED-Röhren und Metall, die aussehen wie Skulpturen. Vorher hat sie in New York Philosophie studiert, um dann in London Architektur zu belegen. Den Weg, den sie brauchte, um bis zum Lichtdesign zu kommen beschreibt sie als „windy route“. Jetzt entwirft und baut sie Lampen, die tatsächlich ausladend sind wie Architekturen – und trotzdem so einfach gestrickt sind als könnte man sie zuhause eben mal nachbauen.

 

Images © Ladies and Gentlemen, © DSHOP, © Anna Karlin, © Bec Brittain

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